Beim Business Afternoon war der Digital Workplace (DWP) nur eines der diskutierten Themen und doch zeigte sich daran sehr eindrücklich, wie die digitale Transformation unsere Arbeitsweise verändert. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Information, Kommunikation und Produktivitätstools sinnvoll zu verbinden. In der Praxis wird jedoch deutlich: Intranets dienen häufig nur als reine Informationssysteme ohne Interaktivität, Collaboration- und Dokumentenlösungen sind über verschiedene Plattformen verstreut, und Microsoft 365 wird selten in einem durchgängigen Konzept genutzt.
Der vielfach propagierte „Digitale Arbeitsplatz“ bleibt damit oft Stückwerk. Die Veranstaltung machte klar: Es fehlt weniger an Tools, sondern vor allem an einem strategischen Gesamtrahmen, der Systeme integriert, Medienbrüche reduziert und so echte Produktivitäts- und Vernetzungsvorteile schafft.
Ziele eines modernen digitalen Arbeitsplatzes
Ein moderner Digital Workplace ist weit mehr als ein klassisches Intranet. Ziel ist es, ein integriertes Arbeitsumfeld zu schaffen, das Kommunikation, Zusammenarbeit und Dokumentenmanagement in Microsoft 365 zusammenführt. Dabei steht nicht das Ersetzen bestehender Systeme im Mittelpunkt, sondern ein zentraler Einstiegspunkt, über den alle Mitarbeitenden die für sie relevanten Informationen und Werkzeuge finden. Verwaltung, Produktion oder Vertrieb erhalten jeweils die Oberfläche, die zu ihren Aufgaben passt. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsplatz flexibel und erweiterbar, um beispielsweise Shopfloor-Systeme, CRM oder ERP einzubinden.
So funktioniert der Einstieg: Personal Dashboard
Der persönliche Einstieg in den Digital Workplace erfolgt über ein konfigurierbares Dashboard. Es aggregiert Informationen aus allen relevanten Bereichen:
- News, Projekte, Dokumente
- Aufgaben und Kalender
- Diskussionen, Forenbeiträge und People Finder
Widgets sorgen dafür, dass jeder Mitarbeiter nur die Informationen sieht, die für ihn relevant sind – individuell anpassbar nach Rolle oder persönlichen Präferenzen.
Effiziente Navigation dank App Launcher
Mit dem App Launcher springen Nutzer direkt in die Kernbereiche des Digital Workplace:
- Intranet (SharePoint)
- Collaboration (Teams)
- Foren (Engage)
- Workflow Center (Power Automate, BPM)
- Dokumentenmanagement (SharePoint)
- Reporting & BI (PowerBI)
- AI-gestützte Tools (LLM, Chatbots)
- Shopfloor- oder CRM-Systeme
Die Navigation ist zentralisiert, schnell und intuitiv – so bleibt mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.
Produktivität durch Integration
Der echte Vorteil des digitalen Arbeitsplatzes zeigt sich in der Integration:
- Nahtlose Übergänge zwischen M365-Tools und Drittprodukten
- Übergeordnete Interfaces, z. B. Collaboration Center oder Workflow Center, vereinfachen komplexe Abläufe
- Mobile Nutzung über Browser, Teams oder M365-Apps – der Arbeitsplatz ist jederzeit verfügbar
In der Praxis zeigt sich, wie flexibel sich dieser Ansatz einsetzen lässt: Ein Collaboration Center kann alle Teams, Aufgaben und Projekte an einem Ort bündeln, während sich Aufgaben aus unterschiedlichen Systemen in einem gemeinsamen Dashboard zusammenführen lassen. Individuelle Widgets wie Kalender, People Finder oder Projekt-Updates runden die Oberfläche ab und machen daraus ein echtes Produktivitätstool.
Fazit: Der digitale Arbeitsplatz ist nicht nur ein technisches System, sondern die Grundlage für eine moderne, vernetzte und produktive Arbeitswelt. Durch die intelligente Verbindung von Microsoft 365, ergänzenden Lösungen und KI-gestützten Anwendungen können Unternehmen Zusammenarbeit vereinfachen, Prozesse effizienter gestalten und Mitarbeitende gezielt unterstützen.




